ASB Pflegeheim "An der Beke"

Erinnerungen, die bleiben

Tag der Erinnerungen 2026

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In einem Pflegeheim begleiten wir Menschen auf einem wichtigen Stück ihres Lebensweges. Wir erleben ihre Geschichten, ihr Lachen, ihre Eigenheiten, ihre Sorgen und ihre kleinen Glücksmomente. Manchmal über Monate, oft über viele Jahre. Aus Begegnungen entsteht Vertrauen, aus gemeinsam verbrachter Zeit entsteht Verbundenheit.

Wenn ein Mensch stirbt, endet nicht nur ein Lebensweg. Es verabschiedet sich auch ein vertrautes Gesicht aus unserem Alltag. Ein Platz bleibt leer. Erinnerungen bleiben.

Um diesen Erinnerungen, aber auch den Themen Sterben, Tod und Trauer Raum zu geben, gibt es in unserem Pflegeheim "An der Beke" den Arbeitskreis Palliativ. Er begleitet unser Haus das ganze Jahr über, fördert den offenen Austausch und unterstützt Mitarbeitende dabei, Menschen in ihrer letzten Lebensphase einfühlsam und würdevoll zu begleiten. Dazu gehört auch, Wissen zu vermitteln, Unsicherheiten aufzufangen und den Umgang mit Abschied und Trauer gemeinsam zu reflektieren.

Ein besonderer Bestandteil seiner Arbeit ist der Tag der Erinnerungen. Einmal im Jahr lädt der Arbeitskreis die Angehörigen der im vergangenen Jahr verstorbenen Bewohnenden ein, um gemeinsam innezuhalten. Es werden Abschiedsbriefe vorgelesen, Gedanken und Erinnerungen geteilt und Kerzen entzündet. Gemeinsam erinnern wir uns an Menschen, die unser Haus geprägt haben – jeder auf seine ganz eigene Weise.

Diese Stunden sind mehr als ein gemeinsames Gedenken. Sie schenken Angehörigen die Möglichkeit, Erinnerungen miteinander zu teilen und Trost in der Gemeinschaft zu finden. Gleichzeitig sind sie auch für unsere Mitarbeitenden von großer Bedeutung.

Wer in der Pflege arbeitet, begleitet Menschen nicht nur professionell, sondern auch menschlich. Es entstehen Beziehungen, die von Vertrauen, Respekt und Nähe geprägt sind. Für viele ist genau das der schönste Teil ihres Berufs: Menschen in einer besonders wertvollen Lebensphase zu begleiten, ihnen Geborgenheit zu schenken und ihre letzten Jahre mit Würde, Fürsorge und Herzenswärme zu gestalten.

Doch auch Pflegende nehmen Abschied. Zwischen Dienstplänen, Medikamenten und den vielen Aufgaben des Alltags bleibt dafür oft wenig Raum. Der Arbeitskreis Palliativ erinnert uns daran, dass auch wir innehalten dürfen. Dass Trauer ihren Platz haben darf. Dass Abschied ein Teil unserer Arbeit ist – und gleichzeitig ein Teil unseres Menschseins.

Denn ein Mensch ist nicht vergessen, wenn sein Zimmer leer geworden ist. Er bleibt in Geschichten, in Erinnerungen und in den Herzen der Menschen, die ihn ein Stück seines Weges begleiten durften.

Wir sind dankbar für die Arbeit unseres Arbeitskreises Palliativ. Er schafft einen Ort der Erinnerung, der Begegnung und des Lernens – und erinnert uns daran, dass die Spuren eines Menschen weit über sein Leben hinausreichen.