Neues Jahr, neues Glück
...oder vielleicht: Neue Einstellung zum Glück?
Ein neues Jahr beginnt selten mit einem großen Knall. Oft sind es die kleinen Momente, die den Ton angeben. Im ASB Pflegeheim „An der Beke“ war es genau so: Ein Neujahrsempfang für die Mitarbeitenden, der weniger zurückblickte als vielmehr nach innen schaute.
Die Küche hatte liebevoll vorbereitet, kleine Snacks standen bereit, alkoholfreier Sekt zum gemeinsamen Anstoßen. Es wurde gelächelt, sich ausgetauscht, kurz innegehalten. Nach einem Rückblick auf das gemeinsam Geschaffte im Jahr 2025 ging der Blick nach vorn – mit einer Frage, die gleichzeitig schlicht und tiefgründig ist:
Was macht uns eigentlich glücklich?
Mit Jana Stelzig von der Serviceagentur MV, deren Rückenfreihalter längst fester Bestandteil des Betrieblichen Gesundheitsmanagements im ASB-Landesverband MV sind, rückte an diesem Tag ein anderes Thema in den Mittelpunkt. Kein Rücken, kein Muskel, kein Bewegungsapparat – sondern das, was oft leiser ist, aber mindestens genauso wichtig: die mentale Gesundheit.
Glück wurde nicht erklärt, sondern behutsam erkundet. Wann war ich das letzte Mal wirklich glücklich? Was tue ich, um andere glücklich zu machen? Und welche kleinen Dinge im Alltag schenken mir Freude? Fragen, die nachhallen dürfen – und die schnell zeigen: Glück ist für jede und jeden etwas anderes. Für manche ist es Zufriedenheit, für andere ein Moment der Ruhe. Manchmal merkt man erst beim Nachdenken, wie viel Gutes längst da ist.
Um diese kleinen Glücksmomente sichtbar zu machen, erhielt jede Mitarbeiterin und jeder Mitarbeiter ein liebevoll gestaltetes Glas. Kein Dekoobjekt, sondern eine Einladung: Glück zu sammeln. In Form von Zetteln, Erinnerungen, Konzertkarten, Kinotickets, getrockneten Blüten – all den Dingen, die in einem bestimmten Moment glücklich gemacht haben. Ein stiller Beweis dafür, dass Glück oft nicht laut ist, sondern leise und alltäglich.
Dabei wurde auch klar: Glück passiert selten einfach so. Auch ein Lottoschein will ausgefüllt werden. Glück hat viel mit Haltung zu tun – mit der Entscheidung, den Blick zu verändern. Und doch ist diese Entscheidung nicht immer leicht. Sie braucht Freiheit, sichere Rahmenbedingungen und Verständnis dafür, dass nicht alles jederzeit positiv gesehen werden kann. Manchmal ist Regen im Sommer eben einfach nervig. Und manchmal riecht er nach Neubeginn und lässt die Natur aufatmen.
Ist Glück trainierbar? Vielleicht. Sicher aber ist: Schon das bewusste Nachdenken darüber setzt etwas in Bewegung. Es gab Aha-Momente, stille Zustimmung, vielleicht auch offene Fragen. Vor allem aber gab es Impulse – und damit einen ehrlichen, guten Start ins neue Jahr.
Denn mentale Gesundheit gehört zum Betrieblichen Gesundheitsmanagement genauso dazu wie die körperliche. Sich um Mitarbeitende zu kümmern heißt auch, Raum für Gefühle, Gedanken und innere Stärke zu schaffen. Und manchmal beginnt genau dort etwas, das wir Glück nennen.

