Pflegeheim An der Beke
Schwaan
 
ASB Pflegeheim "An der Beke"

Ein Sommerfest, das erlebt werden wollte

(16. August 2019, Schwaan)

Maritim und Melodiös


Der Termin war lange bekannt, die Grills standen bereit und die Vorfreude aller Beteiligten war seit Tagen riesengroß - am Ende aber half alles Bangen und Hoffen nichts: Es regnete und regnete und so schien das diesjährige Sommerfest unseres ASB Pflegeheims An der Beke am 13. August wortwörtlich ins Wasser zu fallen. Doch Petrus hatte die Rechnung ohne unsere wunderbaren Bewohner*innen und Mitarbeiter*innen gemacht. Und ohne ein Duo, das eigentlich ein Trio ist.
Aber fangen wir von vorne an.

Keine Sonne? Kein Problem!

Als sich abzeichnete, dass es am Tag der Feier zu starken Regenfällen kommen wird, musste ein Plan B her. Eine Absage kam für niemanden infrage. Zum Glück! Denn sonst wäre allen Beteiligten etwas Wunderbares entgangen. Mit viel Liebe fürs Detail verwandelte das ASB-Team den Speise- und Veranstaltungssaal in einen Festraum mit maritimem Flair - dafür sorgten nicht zuletzt Girlanden, Servietten-Boote, Leinennetze und Holzfische. Die Damen und Herren freuten sich über die Dekoration und noch mehr über den buchstäblichen Appetitanreger des Sommerfestes: Mit Beginn der Kaffeezeit wurden nämlich zunächst einmal Vanilleeis und Apfelstrudel aufgetischt. Das leckere Dessert ließen sich auch die Gäste aus dem ASB Pflegeheim Lindenhof in Graal-Müritz schmecken, die der Einladung aus Schwaan gerne folgten. Es waren übrigens nicht die einzigen geladenen Gäste...

Der Nostalgieexpress aus Borkwalde

Nach der Begrüßung durch Dagmar Bahrdt vom Therapieteam legten Heribert und Martina Heyden los. Das Ehepaar aus Borkwalde in Brandenburg tritt als Nostalgieexpress auf und macht Musik speziell für Senioren. Auf ihren Reisen durch die gesamte Bundesrepublik haben die beiden stets ein Akkordeon, eine Drehorgel und ihre Therapiepuppe Robin im Gepäck, die auch beim Sommerfest des Pflegeheims das Publikum verzauberte. Robin rezitierte nämlich Gedichte, hörte zu und verteilte Handküsse. Auf der Schulter von Martina wanderte der kleine Kuschler von Tisch zu Tisch und von Reihe zu Reihe. Währenddessen fuhr Heribert mit lustigen Anekdoten durchs Programm, sang Schlagerklassiker und begleitete sich dabei selbst auf dem Akkordeon. Kurzerhand dichtete er für die Damen und Herren in Schwaan auch Udo Jürgens Kultlied "Mit 66 Jahren" um. "Mit 66 Jahren, da fängt das Leben an! Mit 77 Jahren, da hat man Spaß daran. Mit 88 Jahren, da kommt man erst in Schuss! Mit 99 ist noch lange nicht Schluss!"

Und dann folgte der Höhepunkt des Tages und dazu ein kleines Wunder.

Mit der Drehorgel wurden die Wolken weggekurbelt

Als Familie Heyden ihre Drehorgel präsentierten, fühlten sich viele Bewohnerinnen und Bewohner in ihre eigene Kindheit zurückversetzt - so vertraut waren die Klänge aus dem Leierkasten. Dass sie sogar selbst Hand anlegen durften, machte das Ganze noch besser. Unsere Bewohner*innen Herr Born, Frau Boldebuck, Frau Heinze und Herr Klinker kurbelten voller Hingabe. Wer es schaffte, tat dies alleine, ansonsten bekamen die Damen und Herren natürlich Unterstützung von ihren lieben Pflegerinnen. Von dieser Energie angesteckt, bahnte sich am späten Nachmittag die Sonne ihren Weg durch die dunklen Wolken und bedankte sich mit vielen hellen Strahlen, die nicht nur ins Pflegeheim schienen, sondern auch ganz schnell die Grills trockneten. Ein kleines Wunder!

Eine Extrarunde mit viel Gefühl

Mit "Junge, komm bald wieder" und "Auf Wiederseh'n" verabschiedete sich der Nostalgieexpress schließlich aus dem Veranstaltungssaal. Für das Ehepaar aus Borkwalde war der Besuch in Schwaan aber noch nicht zu Ende. Mit Franka Schröder vom ASB und natürlich der Puppe Robin gingen die beiden auch noch bei den bettlägerigen und an diesem Tag für eine Teilnahme am Sommerfest zu schwachen Bewohnerinnen und Bewohnern vorbei, damit auch diese Damen und Herren ein besonderes Erlebnis haben konnten.

Für die Feiernden ging es derweil mit einem stimmungsvollen Auftritt des Pflegeheim-Chors weiter, ehe das köstliche Abendessen anstand, das die Männer von der Küche und der Haustechnik im Innenhof zubereiteten. Denn nun hatte das Sommerfest auch endlich das dazugehörige Sommerwetter.

Wie gesagt: Petrus hatte die Rechnung ohne unsere wunderbaren Bewohner*innen und Mitarbeiter*innen gemacht. Und ohne ein Duo, das eigentlich ein Trio ist. 

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